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Projekte

OpenSim scheint zu stagnieren und Second Life wird langsam als Auslaufmodell betrachtet. Was nun?

Linden Labs arbeitet an einem neuen Projekt, das sie "Sansar" nennen. Das ist - rein äußerlich - das alte System von Second Life, aber es setzt auf die neue 3D-Technik von Oculus Rift. Dazu bedurfte es einer totalen Neuentwicklung der eigentlichen Software, was dem System nur gut bekommen kann. Gamedesigner, die Maya verwenden, wurden eingeladen zur optischen Gestaltung des Projektes und wer über die Brille von Oculus Rift verfügt, kann sich nunmehr einbilden, tatsächlich durch diese Welt zu wandern. Es ist wie in einem 3D-Film. Das Problem ist meines Erachtens: die Qualität der Grafik ist abhängig von der Leistungsfähigkeit des eigenen PCs und die ist meist nicht gut genug für ein wirklich erfreuliches Ergebnis. Wer hat schon einen solchen Hochleistungspc - bzw. wer kann sich als Normalverbraucher sowas leisten? Weiters - wie kann sich ein User das teure Maya leisten, wenn er selbst aktiv werden will? Derzeit kostet das Basisprogramm jährlich 1904 Euro.

Einige Entwickler gehen andere Wege: sie bleiben auf dem Teppich der normalen Grafik und versuchen, dem User einen einfacheren Zugang zu gewähren. Derzeit braucht man für virtuelle Welten einen ganz speziellen Browser, da kommt man mit Firefox oder Mozilla oder Microsoft Edge nicht hinein, denn es ist der Viewer, der die Grafik einer virtuellen Welt erst sichtbar macht.

Diese Entwickler, wie Sinewave, entwickeln Systeme, die über den normalen Internet Explorer oder Edge oder Firefox oder Google Chrome etc. betretbar sind. Sinespace ist eines dieser Projekte. Derzeit sind diese Systeme noch nicht wirklich stabil und um kreativ tätig zu werden, braucht man doch einen speziellen Viewer. Aber ich denke, das wird noch werden und auch die Grafik wird sich noch verbessern. Derzeit werden bei Sinespace die Objekte mit dem 3d-Programm Unity gebaut, ich habe es noch nicht ausprobiert, hörte aber, daß die kostenlose Version zur vollständigen Funktion kostenpflichtige Plugins braucht. 

Dieses letztere System wird auf jeden Fall für Firmen interessant, die ihre Produkte dann praktisch 3D präsentieren können. Ich könnte mir vorstellen, daß eine Boutique oder ein Möbelhaus oder ein Autohaus begehbare Ausstellungsräume erschaffen werden, durch die der potentielle Käufer hindurchwandert, im Zeitalter des Onlinehandels eine höchst attraktive Form des Katalogs.

Man wird sehen, wie sich das alles entwickelt.

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